Wien (OTS) - Kurz vor der Wahl des ORF-Generaldirektors/der ORF-Generaldirektorin durch den Stiftungsrat am 9. August 2011 gab der amtierende Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz beim IAA Business Communication Lunch am 2. August 2011 Auskunft über die aktuelle Lage des ORF und skizzierte seine Pläne für den 'ORF als unabhängigen, unteilbaren und unverzichtbaren Rundfunk der Gesellschaft'.
'Der Besuch von ORF-Generaldirektor Dr. Alexander Wrabetz zeigt, dass interessante Proponenten auch während der Sommerzeit für eine grandiose Belegung des IAA Business Communications Lunch sorgen - ein klarer Beleg für die Kommunikationskraft der IAA', meinte IAA-Vizepräsident Oliver Voigt in seiner Begrüßung.
Nach den großen Herausforderungen der vergangenen Jahre - Digitalisierung, Weltwirtschaftskrise - sei es dem ORF in einem breiten Konsens mit den Zeitungsverlegern und der Politik gelungen, das Unternehmen in seiner gesamten Angebotsbreite zu erhalten, eröffnete Dr. Alexander Wrabetz sein Statement. Auch die duale Finanzierung wurde außer Frage gestellt, so der ORF-Generaldirektor: 'Wir hatten das zu bewältigen und wir haben das bewältigt. Dank eines rigorosen Sparprogramms sind wir 2010 wieder in die schwarzen Zahlen gekommen - und das aus eigener Kraft. Auch im ersten Halbjahr 2011 schließen wir positiv ab. Der ORF ist Marktfürer in Radio, Fernsehen und Online. In Europa liegen wir unter den öffentlich-rechtlichen Senderfamilien jedenfalls unter den ersten fünf. Die ORF-Radios erreichen 75 % Marktanteil gegen 84 kommerzielle Radiostationen. Und im Online-Bereich sind wir mit 45 Millionen Unique Clients die Nummer eins in Österreich', schloss Alexander Wrabetz den gegenwärtigen Befund ab.
Die Zukunft: Marktführerschaft als 'Rundfunk der Gesellschaft' erhalten
Die Marktführerschaft sei aber nicht Selbstzweck, meinte Wrabetz. 'Wir verstehen uns als Rundfunk der Gesellschaft. Da gilt es zwar auch, die Marktführerschaft zu erhalten und weiterzuentwickeln. Vor allem müssen wir uns aber klar gegen 'Nicht-Medien' wie Online-Suchmaschinen und Social Networks positionieren. Dies gelingt nur durch die Qualität der journalistischen Arbeit', konstatierte Wrabetz. In den kommenden Jahren werde die elektronische Information der Öffentlich-rechtlichen noch relevanter werden als bisher. Zur Qualität gehöre auch die Unabhängigkeit und Objektivität, so Wrabetz. 'Die Unabhängigkeit unserer Berichterstattung ist weithin und allgemein anerkannt.'
'Klassische Broadcast-Medien haben die Aufgabe die gesamte Bevölkerung mit Information über die gesamte Gesellschaft und die gesamte Welt zu versorgen', befand der ORF-Generaldirektor und war sich sicher: 'Wenn der ORF seine umfassende Aufgabe an der Gesellschaft erfüllen soll, kann er das nur mit den geeigneten
ökonomischen Rahmenbedingungen. Schließlich will der ORF die Österreicher und Österreicherinnen mit einem Mehr an Information und österreichischem Programm versorgen und so seine Rolle als Rundfunk der Gesellschaft auch 2016 verstärkt erfüllen.'
Unter den zahlreichen Gästen begrüßte IAA-Vize-Präsident Oliver Voigt unter anderem den Kaufmännischen Direktor des ORF, Mag. Richard Grasl, Dr. Harry Bergmann, Demner, Merlicek & Bergmann, Mag. Birgit Gasser, Manstein, Roswitha Hasslinger, Gallup Institut, Markus Kienberger und Karl Pall, Google Austria, Mag. Thomas Kralinger, Kurier, Alexander Sperl, A1 Telekom Austria, Brigitta Umstätter, Umstätter Consulting, Walter Zinggl, Maxus Global, Alois Schober, Y&R, Cornelia Absenger, ÖSTERREICH, und Mag. Monika Rintersbacher, Leitbetriebe Austria.