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News / 21.04.2020

IAA Vizepräsidentin Kristin Hanusch-Linser und Helene Karmasin im trend. über Leistungsversprechen von Marken während der Corona-Krise

GIGANTISCHER FELDVERSUCH

Große MARKEN wie Louis Vuitton, Prada, Gucci oder Dyson erfinden ihre Leistungsversprechen gerade neu – oder aber verspielen sie auch. Ausschlaggebend wird sein, während der Krise etwas Nachhaltiges zur Lösung der Krise beigetragen zu haben.

Der größte Luxuskonzern der Welt, LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton, hat als Erster seine Parfumproduktion auf Handdesinfektionsmittel umgestellt. Dyson, Tesla, Airbus, Ford, Mc Laren und Rolls-Royce machen sich an die Herstellung von Beatmungsgeräten. Prada, Balenciaga, Yves Saint Laurent, H&M sowie Zara haben damit begonnen, ihre Produktionsbetriebe für medizinische Schutzausrüstungen umzuwandeln. Gucci will in den kommenden Wochen 1,1 Millionen chirurgische Masken und 55.000 medizinische Overalls spenden. Spotify startet einen Hilfsfonds über zehn Millionen Euro für krisengebeutelte Künstler. Google stellt ein Milliardenpaket für Kleinunternehmen und NGOs zur Verfügung. Airbnb und Accor-Hotels bieten leer stehende Immobilien und Hotelzimmer kostenlos für Quarantäne-Gestrandete an. Sogar Facebook kooperiert mit der UNESCO und startet ein beispielloses Digital-Literacy-Programm für Lehrer, Unternehmen und Studenten.

Das klingt alles hervorragend, aber was bedeutet es? Ist das eine kurzzeitige Aktion, die man jetzt liefern „muss“, oder heißt es, dass Unternehmen langfristig umdenken wollen – und sollen? Lernen die großen Marken gerade einen voll kommen neuen Umgang mit ihrer eigenen Haltung? Und können sie damit an ihre bisherige Haltung und Bedeutung glaubwürdig anschließen?Die Corona-Krise entpuppt sich für die Unternehmen als gigantischer Feldversuch, mit neuen Werten auf das starke Gemeinschaftsgefühl der krisengebeutelten Konsumenten zu reagieren.

Den gesamten trend.-Artikel finden Sie hier zum Nachlesen und Ausdrucken.