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Horizont | IAA Rückblickinterview mit Sebastian Bayer

Sebastian Bayer
Nach zwei Funktionsperioden endet die Co-Präsidentschaft der International Advertising Association von Sebastian Bayer. Sein Rückblick auf vier Jahre als Vertreter der Werbebranche.

Von Nora Halwax - Horizont

Montag, 09. März 2026

Das Meiste würde er wieder somachen, sagt Sebastian Bayer gegenüber HORIZONT mit Blick auf sein Amt an derIAA-Spitze, die er gemeinsam mit Kristin Hanusch-Linser bekleidete. Mit Jänner übernahm Vöslauer-Marketingchefin Yvonne Haider-Lenz die IAA-Führung, samt regulär neu definiertem Vorstand. Für Bayer, im Brotjob CEO des House of Communication (Serviceplan Group) in Wien, waren es „vier sehr erfolgreiche Jahre“, die in einer von Corona-Nachwirkungen geprägten Zeit gestartet waren. Es galt zunächst, das physische Vereinsleben wieder neu auf die Beine zustellen.

Als seine weitreichendste Entscheidung sieht erdas 2022 ins Leben gerufene Motto „Generation Talent“, unter dem die Werbebranche, die damals unter Attraktivitätseinbußen gelitten habe, für die besten Köpfe jeglichen Alters wieder attraktiv gemacht werden sollte. In seiner Zeit als Markenberater und Marketer habe er gelernt, dass es wichtig sei, nicht mit zu vielen Messages rauszugehen, sondern sich strategisch einem wichtigen Thema zu verschreiben.

„Generation Talent“ wurde sodann von der IAA inEuropa und global aufgegriffen und in Initiativen übersetzt. Weitere Schwerpunkte hierzulande waren das „exorbitant“ wachsende Young Chapter mit über 250 Mitgliedern, der neue IAA Creator Hub sowie die Fortführung der IAA Quality Pitch Charta. HORIZONT hat Sebastian Bayer Revue passieren lassen:

Über unerwartete Stolpersteine
Wenn ich in meiner beruflichen Karriere einesgelernt habe, dann ist es, dass es immer Stolpersteine gibt und dieManagement-Aufgabe genau darin liegt, diese zu meistern oder potenzielleStolpersteine gar nicht erst zu solchen werden zu lassen. Wer mich kennt, weiß,dass mir Konsistenz und Verlässlichkeit wichtig sind, und so habe ich auch inmeiner Rolle an der Spitze der IAA immer sehr darauf geachtet, einkonstruktives Umfeld zu schaffen und eine klare Linie einzuschlagen. Insofernkann ich sagen, dass es keinen Stolperstein gab, der uns als Team aus dem Trittkommen ließ, und am Ende vor allem das Erreichte bleibt und zählt.

Über Branchenveränderungen durch KI
Wir leben in einer spannenden Zeit, in der sichvieles rasch verändert. Nachdem KI in vielen Fällen Kommunikationsthemen betrifft, sind wir als Kommunikationsbranche und als IAA damit schon früh inBerührung gekommen. Was aber auch dazu führt, dass wir bei dem Thema als Branche schon sehr weit sind. Trotzdem ist es so, dass in einem Wandel – undwir befinden uns in einem riesigen Wandel – derjenige Erfolg haben wird, dersich am besten auf die neuen Gegebenheiten einstellt und sich ergebende Möglichkeiten nutzt. Wer sich nicht anpasst, stirbt. Diese Anpassung setzt sich zusammen aus einer Kombination von Offenheit für neue Themen sowie Geschwindigkeit und Qualität. Wem diese drei Dinge gelingen, kann auch in Zukunft reüssieren, eine bedeutende Rolle spielen und – im Speziellen für Agenturen und Medien gesprochen – in der Gegenleistung für Qualität auch Monetarisierungsmodelle finden, die der eigenen Leistung gerecht werden.

Über das Zerwürfnis zwischen Co-PräsidentinKristin Hanusch-Linser und der IAA
Kristin und ich haben über viele Jahre konstruktiv und wertschätzend zusammengearbeitet – im Zusammenspiel sind unsgemeinsam auch viele Dinge gelungen, die die IAA weitergebracht haben. Ihr Rückzug im vergangenen Sommer hat mich überrascht, aber ich respektiere natürlich ihre persönliche Entscheidung.

Über den Erfolg und den weiteren Handlungsbedarfrund um die IAA Quality Pitch Charta

Mit der IAA Quality Pitch Charta beschreiten wir seit Jahren Neuland. Wenn ich mich daran zurückerinnere, wie viele uns im Vorfeld gesagt haben, dass das schon oft versucht wurde und sich gezeigt habe,dass so etwas nicht funktioniere, muss ich heute schmunzeln. Denn wir haben schon jetzt einiges erreicht. Über die Jahre ist es uns gelungen, sehr viele Agenturen, relevante Auftraggeber, aber auch wichtige Pitch-Berater zur Charta zu bringen. Die Aufregung, die immer wieder aufbrandet, ist für mich ein klaresZeichen, dass die Charta relevant ist und wirkt. Die Charta setzt sich zum Ziel, Pitches einem klaren Framework folgend zu verbessern. In diesem Sinne sind uns Verbesserungen bei vielen Pitches gelungen, und das sehe ich als klaren Erfolg, auf dem in Zukunft aufgebaut werden kann. Ich bin sicher, dass die IAA Quality Pitch Charta auch künftig eine wichtige Rolle für die IAA und vor allem für die Pitch-Kultur spielen wird und bei Peter Hörlezeder in den besten Händen ist.

Über seinen letzten Appell als ehemaligerIAA-Präsident an die Kreativbranche

Qualität setzt sich langfristig immer durch, unddamit ist klar, wonach wir alle streben sollten: Auftraggeber, Medien undAgenturen.

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